abspielen

Horn-Lautsprecher

in Theorie und Praxis zum Selbstbau ...

   Einen "Hornlautsprecher" oder besser: Trichterlautsprecher zu bauen ist heute eigentlich gar kein großes Problem mehr. Wenn man aber Ansprüche an Klang (soll ja nicht unbedingt nach "Tröte" klingen...) und auch Laustärke stellt, aber auch relative kleine Dimensionen haben möchte, dann gilt es einiges zu beachten. Man bedenke, daß bei den damals verfügbaren NF-Leistungen und den schlechten Wirkungsgraden von "Lautsprechern" erhebliche Dimensionen für die Schalltrichter (siehe Gramophon) nötig waren, um wenigsten einigermaßen an "Lautstärke" heranzukommen. Eigentlich waren die Dinger eher überdimensionierte Kopföhrer mit Schalltrichter... Die Ursachen liegen in der Physik.


fertiger Hornlautsprecher unbedingt (anklicken)

   Der hier beschrieben Hornlautsprecher hat zur Basis eine Ballhupe, wie sie für "wenig" Geld als Hupe für OldTimer (Autos) zu bekommen ist. Der verwendete Lautsprecher ist ein moderner Typ mit Neodym-Magneten. Diese haben ein kleines Volumen aber sie bauen ein starkes Permanentmagnetfeld auf. Daher auch die kleinen Dimensionen. Der Gummiball wird abmontiert und die nun überfüssige Schnecke entfernt. Das geht entweder durch Absägen oder mittels Gasflamme. Bei Pollin gibt es "Gas-Lötbrenner", die mit einem üblichen Gasfeuerzeug arbeiten. Es gibt da also keine großen "Geheimisse" ... Das geht auch mit einem "0815" - 150W Lötkolben ! Die Lötnaht wird erhitzt und dann kann man die zusammengesteckten Teile trennen. Anschließend ist alles unbedingt wieder auf Hochglanz zu polieren !



Ballhupe als Basis

   Das Gehäuse gestaltet man sich nach individuellen Gesichtspunkten. Ein paar Sperrholzbrettchen (5mm dick) sind schnell selbst ausgesägt und verschraubt. Das ganze poliert, gebeizt und lackert - sieht edel aus ! Eine Maßzeichnung HIER. Ich habe ein fertiges Gehäuse einer kleinen, massiven Schmuckschatulle verwendet, die preiswert zu bekommen war. Natürlich nachträglich abgedichtet. Die Lautsprecheranschlüsse sind aus der alten 12V-Halogen-Lichttechnik. Inzwischen preiswert zu bekommen... Das Kabel ist ein stoffummanteltes Stromkabel. Diese Stoffummantelung sollte man mit braunem Zwirnsfaden festlegen oder mit wenigstens mit Schrumpfschlauch fixieren...

Der Innenraum muß unbedingt schalldicht sein ! Das ist das "große" Geheimnis.

   Durch den hohen Wirkungsrgrad, den die neuen Lautsprecher haben (Neodym-Magnete, neue Membran-Materialien...) kann man hohe (Schall-) Leistungen auf kleinem Volumen erzeugen. PC-aktiv-Lautsprecher sind das beste Beispiel für diese Entwicklung. Aber mit nur 2VA auf diesem kleinen Volumen einen solchen Klang und solche Lautstärke zu erzeugen - das hat mich überrascht !

        weiter