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quarzgesteuert, AM-moduliert...
HF-Eichmarkensender
(8MHz - 500kHz)
 

Leiterplatte

Schaltung
   Häufig wird der Radiobastler oder der Entwickler eine hochgenaue Referenz benötigen, um z.B. Oszillatoren, Grid-Dip-Meter oder auch die Skala eines Eigenbauempfängers abzugleichen. Besonders im letzeren Fall wäre es sehr wünschenswert, wenn man Frequenzmarken im Raster von z.B. 25kHz zur Verfügung hätte. Gleiches glit für Marken in den Rundfunkbändern bis in den Kurzwellenbereich hinein. Im ELEKTOR fand ich eine interessante Anregung, die leicht modifiziert und erprobt habe...
                                                                                         Nun - Digitaltechnik, eigentlich nicht "mein DING" - aber hier sehr nützlich !

HF-Eichmarkensender (anklicken)

Aufgabenstellung:

# Erzeugung von diskreten, eindeutig
   identifizierbaren Frequenzmarken
# Erzeugung von Harmonischen bis 32MHz
   für den KW-Bereich
# eindeutige Identifizierung auch bei reinen
   AM-Empfängern (ohne BFO)
# eindeutige Identifizierung bei SSB-Weltempfängern
# Erzeugung von Rastern in 25kHz-Schritten
# Einebenen-Leiterplatte
# Betrieb aus 2x 9V-Block oder Trafo (15V AC)

Es fällt die Wahl sofort auf einen preiswerten 8MHz-Quarz, der allerdings mit möglichst großer Genauigkeit auf seine Sollfrequenz abgeglichen werden muß. Hier sollte man sich nötigenfalls Hilfe holen, wenn kein Frequenzzähler vorhanden ist. Ein Oszilloskope ist aber schon sehr hilfreich...

zur Funktion:

   Der Quarzgenerator wird durch die ersten beiden NOR-Gatter IC5 gebildet, das 2. Gatter ist eine Pufferstufe. Durch die Verwendung von CMOS-IC wird dieser nur sehr gering belastet. Allerdings muß man mit mindestens 12V Betriebspannung arbeiten. Denn die 8MHz liegen schon nahe an der Grenze der maximalen Arbeitsgeschwindigkeit. Daher habe ich die Betriebsspannung erhöht durch die Reihenschaltung D2/3 am Fußpunkt des Spannungsreglers. Es stehen dann für den Betrieb ca. 13.5V zur Verfügung. Man kann hier auch eine rote LED einsetzen. Und: Die Betriebsspannung muß stabilisiert werden um Frequenzschwankungen zu verhindern (darum der 7812) !
IC5 ist der (nicht nur bei mir) reichlich vorhandene DDR-IC V4001 (CD4001), der sich sicher noch in vielen Bastelkisten finden wird...
    Die beiden verbleibenden NOR-Gatter bilden einen AMV mit einer Grundfrequenz von ca. 700-800Hz. Frequenzbestimend sind R3/C3. Sein Signal wiederum wird an der Diode (SAY30) mit dem HF-Signal (AM) moduliert (auf die richtige Polung achten !). Das ist besonders wichtig für reine AM-Empfänger ohne BFO. Man hört in diesem Falle auf der entsprechenden HF-Frequenz den 800Hz-Ton.

Mit dem Stufenschalter S3 werden die entsprechenden Frequenzen angwählt, die an den Chinch-Ausgängen zur Verfügung stehen. BNC1 liefert die höchste Ausgangsspannung (V), BNC2 dagegen mV. Röhrenradio`s "freuen" sich über die hohe Ausgangsspannung...

- Ist S1 geschlossen, so erscheint nur das HF-Signal (also die eigentliche Marke)
- Ist S1 geöffnet, erscheint
das NF-Signal mit den HF-Marken moduliert am Ausgang,

Im Einzelnen zu den IC und deren Funktion (entsprechend der Reihenfolge ihrer Ansteuerung)

IC5c/d
 RC-Oszillator, f ca. 800Hz (R3/C3), f ≈ 1/2,2*RC
IC5a/b
 IC5a-Quarzoszillator 8MHz, IC5b-Pufferstufe → auf IC1a
IC1a
 D-Flip-Flop als Teiler 2:1 auf 4MHz auf IC1b
IC1b
 D-Flip-Flop als Teiler 2:1 auf 2MHz auf IC2a
IC2a  D-Flip-Flop als Teiler 2:1 auf 1MHz auf IC2bauf IC3a
IC2b  D-Flip-Flop als Teiler 2:1 auf 500kHz
IC3a  BCD-Zähler als Dezimalzähler (10:1) auf 100kHzauf IC3bauf IC4a
IC3b  BCD-Zähler als Dezimalzähler (10:1) auf 10kHz
IC4a  D-Flip-Flop als Teiler 2:1 auf 50kHz auf IC4b
IC4b  D-Flip-Flop als Teiler 2:1 auf 25kHz
T1  Impedanzwandler für niederohmigen Ausgang
 
                                                                                            blau: Frequenzmarken
 
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