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nur für den Lötkolben - Bastler
eine  elektrisch geregelte Lötstation
zur 1. Variante der Lötstation     die zweite Lötstation

Lötstation oben auswählen ...

  Allgemeines & Berechnungen               1/3

   Mit einwenig Basteln und Löten und durch Zukauf von einigen preiswerten Teilen läßt sich eine sehr komfortable Lötstation bauen, die das Verzundern der Kolbenspitze in den Lötpausen sicher vermeidet und einige weitere Vorteile auffweist.

Ich Stelle hier 2 Varianten vor, die mit gleicher Elektronik ausgestattet sind, aber auf unterschiedlichen Zukaufteilen basieren. Die Varianten können Oben ausgewählt werden, ferner die Schaltpläne und die Berechnung per EXCEL konkret für ihr Lötkolbenmodell...

Zum Basteln unerläßlich: eine Lötstation. Die Brauchbaren im Handel sind meist zu teuer und eine elektronische Temperaturregelung auf ± 1º braucht wirklich kein Mensch... Aber einige Forderungen sollte man schon erfüllen können:

1. die Leistung des Kolbens sollte bei ca. 30W liegen
2. Netzbetrieb bei 230V / 50Hz
3. für die Kolbenspitze sollte eine hohe Standzeit möglich sein
4. "Pausenbetrieb", aber auch schnelle Einsatzbereitschaft beim Weiterarbeiten

Eigentlich muß es "elektrisch gesteuerte Lötstation" heißen, denn es wird hier keine Meßgröße erfaßt, die die Temperatur des Lötkolbens wirklich entsprechend regelt. Es existiert also keine Regelgröße...

allgemeine Bemerkungen:

Löten ist die oberflächige-stoffschlüssige Verbindung 2er Metallteile mittels einer flüssigen Metall-Legierung. Man sollte daher nicht "Löten" - sondern besser "Legieren" sagen, sprachlich ist das aber "unbrauchbar" - Genaueres zu diesem Vorgang kann man wie immer bei WIKIPEDIA nachlesen...

   Als Lot bezeichnet (anklicken) man eine Metall-Legierung, die je nach Einsatz-Zweck aus bestimmten Mischungsverhältnissen von Metallen besteht, für den Elektroniker hauptsächlich Blei und Zinn (Weichlot)... Das Flußmittel fördert die Benetzung/Fließfähigkeit des geschmolzenen Lotes. Als Lote kann ich (ich habe mich beruflich jahrelang mit Loten beschäftigt, speziell: Niedrig-Temperatur-Lote...) empfehlen:

# Sn60Pb40 (Zinn 60%; Blei 40%), T ca. 183 - 190 °C mit Flußmittel F-SW 26
# Sn60Pb40 (Zinn 60%; Blei 40%), T ca. 183 - 190 °C mit Flußmittel F-SW 32
# Sn62Pb36Ag2 (Zinn 62%; Blei 36%; Silber 2%), TE = 179 °C mit Flußmittel F-SW 32

Für das System Blei/Zinn liegt das Eutektikum bei Sn62Pb38, TE = 183 °C (in der DDR: LSN60). Eutektikum ? Nun, die Schmelze wird schlagartig fest, also erstarrt schlagartig. Und das ist die Gefahr bei´m Löten:  "Kalte Lötstellen". Was heißt das ? Hat man im Moment des Erstarrens mit dem Bauteil auch nur Millisekunden" gewackelt... Wir arbeiten "von Hand". Und die Metalllegierung wird nicht gleichzeitig/Volumen fest. Eine kalte Lötstelle ist also immer (!) "selbst produziert"... Man braucht vieeeel Erfahrung bei`m Löten. Löten muß man üben. Meine ehemaligen Lehrlinge mußten das Üben... Als Lötkolbenbastler sollten sie sich die Zeit (und das Geld = Basismaterial) nehmen, um zu Üben ! Sie werden das nich bereuen.

Die Bezeichnung F-SW 32 bedeutet.: Flussmittel - Schwermetall Weichlöten Nr.32 (entsprechend ISO 9454-1)

ICH werde nach wie vor bleihaltiges Lot verwenden. Es ist in seinen Eigenschaften unübertroffen ! Und wenn man vernünftig damit umgeht (z.B. Hände waschen nach der Arbeit / vor dem Essen...), dann passiert auch nichts... Sauberkeit am Arbeitsplatz ist ohnehin ein MUß !

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