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Netz - LED  
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Prüfen & Testen

 

     
   Häufig besteht der Wunsch, eine LED stromsparend direkt am Netz zu betreiben, denn Glimmlampen sind nicht mehr so ohne weiteres erhältlich (z.B. als Nachtlicht). Nun, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Für die LED hingegen (wen wundert`s) gäbe es mehrere Möglichkeiten, obwohl sie eigentlich optimal nur mit 5V versorgt werden. Um das zu ändern gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Betrieb über einen ohmschen Vorwiderstand.
2. Betrieb über einen kapazitiven Blindwiderstand.
3. Nutzung eines aktiven Bauelementes im Schaltbetrieb.

   Alle 3 Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Ich möchte mich mit Methode 3 beschäftigen. Sie bietet den Vorteil, die LED auch im "Blinkmodus" zu betreiben, was nach Methode 1 oder 2 nicht geht. Aktives Element ist ein sgn. Diac, ein Mehrschichthalbleiter (oder auch "Zweirichtungsdiode"). Dieses Bauteil kann direkt mit Wechselstrom betrieben werden und verhält sich ähnlich einem Thyristor. D.h. es gibt eine typische "Zündspannung", bei der der Diac durchschaltet (leitfähig wird) und bei Erreichen eines unteren Haltestromes sperrt das Bauelement wieder. Übliche Verwendung in Dimmern in Verbindung zusammen mit einem Triac.


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   In der erprobten Universalvariante (anklicken) läßt sich mit dem Trimmer P1 jede beliebige Taktzeit einstellen. Das geht vom "Dauerleuchten" bis hin zu Verzögerungen von 20s ! Außerdem kann man verschiedene Verbraucher erproben, z.B. hochohmige Relais schalten oder einen Triac über einen Optokoppler betreiben...

     ACHTUNG: Alle Teile liegen direkt auf Netzpotential !


Lebensgefahr ! Unerfahrene Bastler: Hände weg davon !


Das gilt auch für die Methoden 1 und 2. Daher unbedingt
alles berührungssicher
aufbauen !

Die Funktionsweise ist übersichtlich:

   Über R3 II R4 und P1 wird C3 stetig aufgeladen, bis er die Zündspannung des Diacs D4 erreicht. Diese Zündspannung ist typabhängig und liegt zwischen 25V und 32V. D4 schaltet schlagartig durch und läßt einen (durch R begrenzten - wichtig !) Strom durch die LED fließen. Und das geschieht solange, bis der Haltestrom durch das Entladen von C3 unterschritten wird. Dann sperrt D4 wieder und die LED verlischt. Der beschriebene Vorgang startet nun von neuem und setzt sich kontinuierlich fort...
Der Diac ist also so zu sagen ein Impulsgenerator. Die Zeit, die zwischen zwei Stromstößen vergeht, hängt vom Kondensator und dem Entladestrom (LED) ab. Wir haben hier nur die Wahl, den Widerstand P1 und damit die Stromstärke zum Aufladen von C3 zu variieren (R ändert die Leuchtstärke der LED)

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