Magnetfeld-Tester  
eindeutige Anzeige der Magnetfeldrichtung
Prüfen & Testen

NORD oder SÜD, das ist hier die Frage...

   Hin und wieder steht man vor der Aufgabe, die Richtung des Magnetfeldes eines Dauer- oder Elektromagneten zu kennen. Das ginge z.B. mit einem Kompaß. Den hat man aber nicht immer gerade mal zur Hand... Hier ist ein kleiner Sensor, der Hall-Sensor, sehr hilfreich. Ein dotierter Si-Einkristall mit besonderer Geometrie, der bei Anlegen eines magnetischen Feldes bestimmter Polarität eine Spannung erzeugt, die z.B. mit eine Schaltvorgang auslöst. Ein sehr nützliches Bauteil, das vielseitig verwendet werden kann. Ich habe damit einen elektronischen Windungszähler ausgerüstet. Zu finden ist er aber auch beim Fahrrad. Ein kleiner Magnet an den Speichen und der Sensor an der Fahrradgabel, dazu die Auswertelektronik am Lenker - fertig ist das Tachometer/Kilometerzähler... Hall-Sensoren steuern die Zündkerzen im 4-Takt-Mehrzylinder-Motor ! Alles in ein Eigenbaugehäuse... Dann kann man auch weitere Funktionen unterbringen (z.B. einen "Ton" erzeugen, wenn der SÜD-Pol anliegt).
   Ich habe
für den kleinen Tester, der den SÜD-Pol eines Magneten anzeigt, ein kommerzielles Batteriefach mit Schalter für einen üblichen 9V-Block verwendet. Diesen kann man sehr preiswert im Internet erwerben...



Schaltung des Testers (anklicken)

   Der DDR-IC B461. Das ist ein Hallsensor + Schmitt-Trigger mit offenem Kollektorausgang - perfekt für diese Anwendung. Sein Äquivalent: SAS261 (es gibt zahlreiche andere Typen, besonders im Bezug zum Automobilbau). Zur Schaltung gibt es nicht viel zu sagen. Sie entspricht im wesentlichen den Herstellerangaben. Nähere Informationen kann man auch dem Bastlerbeutel 12 entnehmen. Dort werden auch weitere nützliche Hinweise für eine Anwendung gegeben. Der Schaltkreis ist von "Hause aus" sehr, sehr flach gehalten. Das legt es nahe, ihn in ein passendes Gehäuse zu montieren (kleben). Außerdem standen mir die russ. 7-Segemente SEL520 zur Verfügung. Sehr kleine Anzeigen (Symbolhöhe nur 2,5mm). Ein ähnlicher Typ wäre die DDR - LED VQB37 (WF). Wer das nicht zur Verfügung hat begnügt sich mit nur einer rot leuchtenden LED (R2 = 1kΩ).
    Das Magnetfeld( der Süd-Pol !) muß senkrecht zur gekennzeichneten Stelle des Sensors stehen. Das sollte man bei der Montage beachten.


die benötigten Bauteile - echt minimal...


fertig gekauft

die nötigen Einbauten

   Es macht schon erhebliche Mühe, die Bauteile in dem wenigen "Platz" des Gehäuses unterzubringen. Der flache Sensor wurde mit 2-Komponenten-Kleber fixiert, genauso wie die 7-Segement Anzeige. Die geimeinsamen Segmente wurden parallel geschalten (gelötet) und mit dem Vorwiderstand verbunden. Dünne Litze muß verwendet werden, denn viel Platz hat man wirklich nicht. Beim Löten sollte man kein Anfänger sein.
Einige 1,5mm Bohrungen (das muß an von "Hand" machen) im vorhandenen PVC-Trennbrett müssen geboht werden, um die Leitungen der 7-Segment in den "Schaltraum" zu führen. Eine echte FUMMELARBEIT. Danach muß alles in dem freien Raum des Gehäuses verstaut werden. Wirklich nicht ganz einfach.

Nun ja - Probiert es aus ! Mein Tester belohnt mich jedes mal damit, das er ein  "S."  anzeigt, wenn ich einen unbekannten Magneten (z.B. aus einem VE301 - Hufeisenmagnet geringer Feldstärke) mit dem richtigen "Bein" (Hufeisen) bzw. der richtigen Ebene (flache/scheibenförmige Magneten) positionieren.

Denkbar (ich habe mich damit noch nicht befaßt) ist auch die Anwendung in Bezug zu Teslageneratoren u.Ä. Oder beim Bau eines kleinen (vorführ-)Generators...

Laßt`euch was einfallen - GEIST IST GEIL !

 

Für Rückmeldungen bin ich Dankbar... (wie immer)