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Schwingkreis-Tester  
incl. eigener Stromversorgung
Prüfen & Testen

Messungen durchführen
zur Halbleitervariant  
   Beim Wickeln von Spulen für Schwingkreise, oder zum Vorabgleich von Bandfiltern möchte man gern in der Praxis die aktuelle Induktion bzw. die Resonanzfrequenz bestimmen. Das trifft auch auf unbekannte Spulen/Bandfiltern (Ausbauteile) zu. Ein nützliches Gerät zur Bestimmung dieser Größen ist ein (Grid-)Dip-Meter. Das hat aber nicht jeder zur Verfügung und ist auch nicht so ohne weiteres selber zu bauen. Besonders die zahlreichen Steckspulen für einen großen Meßbereich bereiten Schwierigkeiten.
   Der hier vorgestellte Schwingkreis-/Bandfilter-Tester benötigt keine auswechselbaren Meßspulen oder komplizierte Umschalter und überstreicht bei entsprechneder Gestaltung einen Frequenzbereich von 1 : 100 !!! Die erprobte Variante erregt Parallelschwingkreise aktiv ab ca. 100kHz bis 10MHz (getestet) auf ihrer Resonanzfrequenz. Bei entsprechender Wahl der HF-Drossel auch 100MHz. Das erleichtert den Bau von Empfängern erheblich, da man die Schwingkreise nun mit hinreichender Genauigkeit vorabgleichen kann. Die Schaltung des mit der Doppletriode 6H9C (6N9S/6SL7) steht zum Download bereit.


6N9S/6SL7 Oktal


6N15P/ECC91 Miniatur

Die Schwingkreise werden dabei auf ihrer Grundfrequenz erregt, die man dann z.B. mit einem Empfänger oder Frequenzmesser kontrollieren bzw. messen kann. Für die aktive Messung ist aber immer ein Oszillator nötig !

   (bsiheriges) Hemmnis für einen Selbstbau: Die sonst üblichen Oszillatorschaltungen haben einen Makel - die Spulen müssen meist angezapft bzw. mit einer zweiten Spule gekoppelt werden. Das ist hier nicht der Fall ! Es genügt, den interessierenden Schwingkreis an die vorgesehenen Buchsen anzuschließen (also als Zweipol), dann schwingt er auf seiner Grundfrequenz (sofern er eine ausreichende Güte hat).
   Also - einfach mal "was zusammenfriemeln" NEIN.
                    Geist ist Geil !

 

 

        weiter

   Beide Systeme der Doppeltriode sind über den gemeinsamen Katodenwiderstand R2 dem Kondensator C4 gekoppelt, so daß die Anodenwechselspannungen gegenphasig verlaufen und so den angeschlossenen Resonanzkreis (LC) erregen. Lediglich die Größe der Kapazität C4 entscheidet, ob diese Anordnung im HF- oder NF-Bereich schwingt. Für den NF-Bereich wird daher C5 über einen zweipoligen Schalter parallel geschaltet. Bestechend einfach also. Mit nur minimalen passiven Bauteilen...