Seite 1
       
Z-Dioden Tester  
incl. eigener Stromversorgung
Prüfen & Testen

 

     

   Beim Experimentieren hat man häufig ein Problem: Die Beschriftungen sind meist unlesbar ! Besonders bei Kleinstteilen, wie Glasdioden usw... Wie richtig Polen ? Welche Z-Spannung hat das Bauteil ? Daher hier ein kleiner Tester, der diese Fragen beantwortet. Eigentlich eher schon ein Meßgerät, denn er erlaubt das Ablesen der genauen Z-Spannung (Bereich 3,3V ... 24V). Zur Funktion einer Z-Diode möchte ich hier keine Aussagen machen. Das kann man in Ruhe im Netz nachlesen.

Aber zum Meßprinzip:

Will man eine Z-Diode "ordentlich" messen, dann muß man sie mit einem definierten, konstanten Strom speisen. Günstig: 10mA. Denn die Z-Spannung ist abhängig von dem durch sie hindurch fließenden Strom ! Alles Andere als konstant, im Sinne von: KONSTANT (man schaue sich die Kennlinien der Hersteller an) Aus Abb. 1 ist das Gundprinzip zu erkennen.


Abb. 1 Meßprinzip

   Dieser "Meßstrom" soll also hoch genau sein. Das ist aber nicht auf seinen Absolutwert hin zu verstehen. Viel wichtiger: dieser Strom muß seine Größe auch bei unterschiedlichen Z-Spannungen beibehalten ! Also unabhängig davon, ob eine 3,3V oder eine 24V Z-Diode angeschlossen ist...
Diese Forderung erreicht man am besten mit einem OV. Das Wirkprinzip zeigt Abb. 2.
  Eingesetzt wird ein Standardt OV (µA741), den es von verschiendenen Herstellern für wenig Geld gibt. Der folgende Transistor ist als Emitterfolger geschaltet und ein Kleinleistungs npn-Transistor (Pv>400mW). Er kann durchaus einen kleinen Kühlstern vertragen !
    Der OV ist als Differenzverstärker geschaltet. Die unbekannte Z-Diode und ein Vorwiderstand (R2) liegen in der Emitterleitung von T1. Die Spannung die an R2 auftritt liegt am negativen, invertierenden Eingang des OV - eine konstante Festspannung hingegen am positiven Eingang.
Der OV stellt nun Ua so ein, daß die Differenzspannung zwischen seinen Eingängen minimal wird. D.h. auch am invertierten Eingang stellt sich die konstante Festspannung ein (R1 zunächst unbeachtet) und steht damit auch an R2 ! Das bedeutet aber auch: Eine konstante Festspannung über einen (im Wert festliegenden) ohmschen Widerstand erzeugt einen konstanten Strom durch ihn ! Dieser Strom fließt wie folgt:

+ Pol   →  K/E T1  →  Dz  →  R2  → Masse

Die Festspannung wird durch eine weitere Z-Diode erzeugt (in der Schaltung D3).
Somit liegt der Wert für R2 ebenfalls fest:

Mit Uconst (D3) = 3,3V, Iz = 10mA errechnet sich
R2 = 3,3V/0,01A = 330 Ohm.


Abb. 2 Konstantstromquelle

 
        weiter