Umgang mit russischen Bleistiftröhren:



Bild einer 1Ж24б im Vergleich
   Diese Elektronenröhren sind echte Winzlinge. Sie haben einen Preßteller, in dem die (lötbaren) Elektroden eingeschmolzen sind und einen Anodenanschluß. Dieser ist extra dick ausgeführt. Dennoch sollte man nicht unmittelbar an diesen Durchführungen Herumbiegen oder Löten. Das kann zu feinsten Kapillarrissen führen, durch die dann Luft eindringen kann. Die Röhre wird sofort unbrauchbar. Erkennbar: der Silberspiegel (das Getter) wird WEIß !

Ansicht der Elektrode, meist ist
ein Farbpunkt vorhanden...


Ansicht der Anodendurchführung


1Ж17б, die Elektroden sind
mit farbigem Iso-Schlauch gekennzeichnet, das
erleichtert die spätere Zuordnung

ACHTUNG:

   Diese Röhren sind recht robust. Dennoch sollte man bei Ihnen peinlich auf die Einhaltung der Heizspannung (1,2V bzw. 2,4V) achten. Dauerbetrieb mit 1,5V ist in jedem Falle tödlich ! Das funktioniert selten länger als 1 Stunde - dann haben die Röhren ihr Leben ausgehaucht ... Betrieb über ein stabilisiertes und gut gesiebtes (HF-verblocktes) Netzteil ist daher immer zu Bevorzugen. Besonders bei Versuchsaufbauten. Denn auch NiCd-Accus können ohne Probleme im frisch geladenem Zustand 1,35V erreichen !!!

   Normaler Weise werden diese Röhren liegend auf einem Verdrahtungsträger montiert. Meist sind sind noch mit einer (versilberten) Kupferfolie umwickelt (Abschirmung).
Eine weitere Möglichkeit ist die 3D-Verdrahtung auf einem Montageträger. Diese sind in Russland zu bekommen, wurden dort häufig eingesetzt, um ganze Baugruppen vorzumontieren. der BB hat diese Träger mit viel Erfolg bei der Erprobung des LC-Generators verwendet.

Träger mit 4x5 PIN (zweiseitig)
(L x H = 35 x 55 mm)


Träger mit 2x11 PIN (einseitig)
(L x H = 77 x 48 mm
)

Träger  mit 2x22 PIN (zweiseitig)
(L x H = 77 x 55 mm)
   Diese Träger sind aus Phenolharz (heiß gepreßt) und verfügen über eine Ms-Buchse mit M3-Gewinde, so daß sie direkt auch einem Chassis verschraubt werden können. Mir sind diverse Systeme bekannt.
 
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